Ein Spielplatz für Sellerhausen

Die Entstehungsgeschichte für den Spielplatz in Sellerhausen-Stünz ist lang.

Vor allem von Seiten einiger Eltern wurde immer wieder bemängelt, dass im Wohnumfeld der Püchauer – und Leonhard-Frank-Straße keine Spielgelegenheit für Kinder sei. Alle Spielgelegenheiten für Kinder sind nur durch Überquerung der vielbefahrenen Wurzner Straße zu erreichen.

In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein fand das 1. Sellerhäuser Gespräch mit Baubürgermeister Martin zur Nedden statt. Im Rahmen dessen kam es auch zu ersten Kontakten mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer, welches darauf hinwies, dass es schon mit der Bauplanung für den Jugendtreff in den 80ziger Jahren, ein Konzept für einen Spielplatz rund um die Einrichtung gab, welches aber nicht mehr umgesetzt wurde.

Mit dem Bürgerverein und Eltern wurde an einem Konzept gearbeitet – vom Abenteuerspielplatz aus Material von Abrisshäusern über Spielgeräte aus aufgearbeiteten Auto-Wracks bis hin zum Trimm-Dich-Pfad nach Turnvater Jahn – wurden Konzepte entwickelt und wieder verworfen, private Finanzierungen geprüft und Kontakt zu ersten Spendern aufgenommen.

Ende des Jahres 2007 wurde vom CDU-Stadtrat Holger Gasse ein Antrag in den Haushalt der Stadt Leipzig eingebracht, welcher vom Leipziger Stadtrat verabschiedet wurde. 50.000 Euro standen somit zur Verfügung. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer wurde beauftragt die notwendigen Planungsschritte einzuleiten.

erste Planung im Jahr 2008 mit der Kommune zusammen

erste Planung im Jahr 2008 mit der Kommune zusammen

Dies führte jedoch auch zu einigen Auseinandersetzungen. Das Jugendamt der Stadt Leipzig, sah sich übergangen und auch der Träger der Jugendeinrichtung lehnte den Bau ab. Als Grund dafür ist vor allem die unterschiedliche Zielgruppe des Spielplatzes und der Jugendeinrichtung zu sehen. Während vor allem Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre offene Freizeittreffs besuchen, zielt ein Spielplatz vor allem auf Kinder unter 10 Jahre. Weiterhin wurden berechtigte Bedenken laut, dass negative Auswirkungen des Spielplatzes wie Lärmbelästigung, Nutzung als informeller Treffpunkt von Jugendlichen in den Nachstunden oder Zerstörungen und Verschmutzungen immer zu Lasten der Einrichtung gehen, obwohl diese keinerlei Verantwortung für den Spielplatz trägt und tragen kann.

Von Seiten der Garten- und Garagenbenutzer wurde bemängelt, dass die Querung hinter der Jugendeinrichtung gesperrt wird. Diese nicht offizielle Straße, welche zu Bauzeiten nur als Lieferzufahrt für die Jugendeinrichtung diente, hatte sich als Abkürzung für die Zufahrt zu Garagen und Gärten etabliert. Dies führte regelmäßig zu Gefahrensituationen mit spielenden Kindern, welche trotz regelmäßiger Belehrung und Aufsicht durch die Mitarbeiter des OFT „Club Sellerhausen“ im Spiel zu leichtsinnig wurden und sich so immer wieder Gefahrensituationen entwickelten. Mehrere Gespräche mit den Garagen- und Gartennutzern, Plakataktionen und regelmäßige Hinweise durch die Mitarbeiter, fanden bei vielen PKW-Fahrern Gehör, so dass diese die Querung nur noch im Schritttempo passierten, jedoch gab es dennoch weiterhin genügend Autofahrer die hindurch rasten. Auch hier musste Abhilfe geschaffen werden.

im Gespräch mit Herr Zech (Grünflächenamt), Ronald Pohle (MdL), Jana Krause (Set 74 e.V.) und Ronald Gilbert (Bürgerverein)

im Gespräch mit Herr Zech (Grünflächenamt), Ronald Pohle (MdL), Jana Krause (Set 74 e.V.) und Ronald Gilbert (Bürgerverein)

Das Büro Freiraumkonzepte, welches mit der Vorplanung beauftragt wurde, achtete von Anbeginn an darauf, alle Interessen angemessen zu berücksichtigen. Größte Herausforderung war sicher von Anfang an der intergenerative Ansatz, welcher auf Bitten des Bürgervereines auch Sportmöglichkeiten für Erwachsene und Rentner vorsah. Eine Gitterbox als Fußballplatz wurde ebenso verworfen wie eine Skate-Board-Strecke, da diese nicht den Bedürfnissen der Kinder in Sellerhausen entsprach. Hier wäre es zu einem Tourismus aus anderen Stadtteilen gekommen, welcher so nicht beabsichtigt war und ist. Letztendlich wurde auch die Querung mit Pollern bestückt, damit der Fuß- und Fahrradverkehr weiterhin ungehindert passieren kann, die Autos jedoch die offiziellen Straßen nutzen müssen.

Auch durch das Amt für Grünflächen und Gewässer, vertreten durch Herrn Zech, wurden immer Anregungen und Kritik der Anwohner und aller Beteiligten berücksichtigt und flossen in die Planungen mit ein.

Mehrfach wurde das Konzept umgearbeitet und das Büro Freiraumkonzepte bewies viel Fachlichkeit um am Ende einen mit allen Seiten abgestimmten und als positiv bewerteten Entwurf vorzulegen. Die öffentliche Vorstellung wurde noch einmal zur Diskussion genutzt und der Entwurf in seiner Gesamtheit positiv beschieden. 180.000 Euro Gesamtkosten liesen Manchen zweifeln, ob das Projekt jemals umgesetzt wird.

letzte Absprachen anlässlich des OBM-Besuches in Sellerhausen

50.000 Euro waren nicht viel, so dass nach der Planung nur der erste Bauabschnitt zur Debatte stand.

Jedoch das Konjunkturpaket der Bundesregierung machte es möglich. Die Stadt Leipzig beantragte das Bauvorhaben und sie bekam den Zuschlag. Im Oktober 2009 stand fest, der Spielplatz in seiner Gesamtheit wird gebaut.

Am 18. März 2010 um 13.00 Uhr wurde im Beisein des Ordnungsbürgermeisters Heiko Rosenthal, MdL Ronald Pohle, Bürgervereinsvorsitzenden Axel Kalteich und CDU-Stadtrat Holger Gasse der symbolische erste „Baggerbiss“ durchgeführt.

Der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz wird im Rahmen der Bauarbeiten noch eine Eiche pflanzen. Im Juni 2010 wird die Fertigstellung des Spielplatzes sein. Dann wird es auch einen gemeinsamen Spieltag für Jung und Alt geben.

http://www.set74.de

http://www.leipzig.de/

http://www.freiraumkonzepte-glasten.de/

http://www.ronald-pohle.de

BV Sellerhausen Stünz

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