Sellerhäuser Gespräche

13. Sellerhäuser Gespräche am 16.01.2018

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Zum zweiten Mal seit 2008 konnten wir im Rahmen der Sellerhäuser Gespräche OBM Burkhard Jung begrüßen. Der Bürgerverein konnte wieder auf die Gastfreundschaft des Club Sellerhausens bauen, in dem sich ab 17:45 Uhr die Teilnehmer des Stadtteilrundganges und viele weitere Gäste sammelten, so dass viele der ca. 90 Besucher stehen mussten.

Von der Stadtverwaltung nahmen ebenfalls teil:
Frau Kästner, Leiterin der Sicherheitsbehörde, Ordnungsamt
Frau Seidel, Abteilungsleiterin Planung und Bau, Amt für Stadtgrün und Gewässer
Herr Bock, Abteilungsleiter Straßenbau und -unterhaltung, Verkehrs- und Tiefbauamt
Herr Drewitz, SGL Planungsabteilung Nord/Ost, Stadtplanungsamt

Bereits ab 16.30 Uhr wurden die Bestuhlung und die Technik durch Mitglieder des Bürgervereins vorbereitet. Hauptthema der Veranstaltung war zunächst die Horrorvision Mittlerer Ring aus den 90íger Jahren. Da das Thema immer wieder neu aufgewärmt wird, war es nun an uns, mit Zahlen und Fakten darzulegen, dass dieser a.) gar nicht nötig ist, und b.) gar keine Entlastung der jetzt vom Verkehr betroffenen Gebiete bringt.

Tatsächlich ist aus der von den Schnellstraßenbefürwortern immer gern zitierten Studie der IHK erkennbar, dass zwar in den letzten 10 Jahren in Leipzig knapp 50.000 Kfz dazu gekommen sind, die Verkehrsbelegungszahlen an den signifikanten Messstellen der Stadt aber kaum gewachsen sind und im Betrachtungsgebiet (z.B. Theodor-Heuss-Str.) sogar abgenommen haben.

Weiter wurde dargestellt, dass nach den Abbildungen in der IHK-Studie lediglich 6.300 Kfz wochentags die Ludolf-Colditz-Straße in Süd-Nordrichtung passieren. Davon kommen aufgrund des Anliegerverkehrs maximal 2.500 Kfz in der Paunsdorfer Straße an.

Da ca. 7.000 Einwohner von Mölkau, Stötteritz und Anger-Crottendorf ebenfalls täglich in die Paunsdorfer Straße einbiegen, ist die Situation für die dortigen Anwohner während des Berufsverkehrs belastend. In einem fachlich fundierten Vortrag wurde von Herrn Chris Gölker der vom BV mit getragene Vorschlag zum Umbaus der Kreuzung Sommerfelder / Engelsdorfer /    Paunsdorfer Str. anhand vieler Karten erläutert. Durch Rampen und ein Trog-Bauwerk wäre es möglich, den Verkehr unter der Kreuzung hindurch zu führen. Teile des Verkehrs könnten auch über die Kreuzung Zweinaundorfer / Sommerfelder Str. abgeleitet werden.

Die kompletten Zahlen, Daten und den Vortrag finden Sie auf der Homepage:
www.kein-mittlerer-ring.de

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Stadtteilrundgang mit OBM Burkhard Jung am 16.01.2018

Zum Stadtteilrundgang mit OBM Burkhard Jung trafen sich auf Einladung des Bürgervereins am 16.01.2018 ca. 40 interessierte Mitbürger an der Ecke Cunnersdorfer Straße / Karl-Härting-Straße.
Da es im Stadtteil sicher viele Routen gegeben hätte, auf denen wir Problemstellen im Stadtteil hätten ansprechen können, fiel die Auswahl nicht leicht.

Doch gerade vor dem Hintergrund der Diskussion zum Neubau des Mittleren Ringes wollten wir uns die Möglichkeit nicht entgehen lassen und unseren Gast am „lebenden Objekt“ die Monstrosität dieses Projektes zu veranschaulichen. Tatsächlich gewinnt man an den Hinterhöfen der Karl-Härting-Straße bereits jetzt einen Eindruck, was es bedeutet, wenn in Schlafzimmer- oder Badewannenhöhe eines Tages die Autos hier vorbeibrausen.

Auf dem Weg entlang der Cunnersdorfer Straße konnten wir auf die positive Entwicklung in unserem Stadtteil, auf den zurückgehenden Leerstand und die vielen schönen und schonend sanierten Häuser verweisen. In diesem Zuge bleibt leider unser Stadtteil nicht von den Problemen des zunehmenden ruhenden Verkehrs verschont und es wird immer schwerer, in diesem Gebiet einen Parkplatz zu finden.

An der Ecke Emmausstraße / Cunnersdorfer wiesen wir auf die gerade für Kinder gefährliche Überquerung der Straße hin. Aufgrund der parkenden Autos und einer leichten Kurve ist die Einsicht in die Straße auf dem Weg zum Spielplatz oder in den Park schwierig. Angesprochen wurde an dieser Stelle auch der zunehmende Verschleiß der Fußwege in den Stünzer Park. Momentan gleicht der Zugang einem Hindernisparcours aus vielen Wasserbecken.

Die nächste Problemstelle haben wir an der Überquerung der Cunnersdorfer Straße / Einmündung Wurzner Straße ausgemacht. Hier biegen die Autos oft mit hoher Geschwindigkeit ein und gerade für die Jüngsten ist es problematisch, dies genau einzuschätzen.

Weiter ging es an der lärmintensiven Wurzner Straße hinein in die Püchauer Straße, wo wir auf Bereiche mit fehlenden Winterdienst hinwiesen.

An der Dauerbaustelle „Beet an der Paktstation“ wurde uns erläutert, dass einfach die Gelder für eine grundhafte Sanierung der Einfassungswände fehlen.
Bereits das 4. oder 5. Mal haben wir auf die Anfälligkeit der sandgeschlämmten Schotterdecke im Narzissensteig hingewiesen.
Das Problem des während des Neubau schließenden REWE und der damit gerade für unseren älteren Mitbürger schwierige Versorgungslage ist der Stadtverwaltung bekannt und es würden Gespräche mit der REWE-Geschäftsführung geführt.

Am Ende unseres Rundganges wiesen wir auf den Schulweg von bis zu 1,5 km hin, den viele Kinder gerade aus Stünz kommend täglich mit Ranzen und Turnbeutel zu bewältigen haben. Eine Ausweitung der Fahrzeiten der Linie 77 würde hier Abhilfe schaffen.

Natürlich war nicht zu erwarten, dass für jedes Problem eine Lösung auf der Hand liegt, bzw. kurzfristig zu erwarten ist. Dafür sind wir bei einigen Themen schon zu lange am Ball und haben schon genug Gründe gehört, warum dieses oder jenes nicht geht.
Der OBM sagte uns zu, die Probleme an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Anhand eines Begehungsprotokolles werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen, die Abarbeitung der vielen offenen Punkte bei der Verwaltung anzumahnen.  AK.

13. Sellerhäuser Gespräche

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OBM Sprechstunde mit Burkhard Jung

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v.l.n.r.: Stadtrat Holger Gasse, Axel Kalteich, OBM Jung, Vertreter der Stadt Leipzig

v.l.n.r.: Stadtrat Holger Gasse, Axel Kalteich, OBM Jung, Vertreter der Stadt Leipzig

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Nach seinem Besuch im November 2008 möchte der Oberbürgermeister unserer Stadt auf Einladung des Bürgervereins mit den Bewohnern unseres Stadtteils im Rahmen einer Sprechstunde ins Gespräch kommen.

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Der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz lädt alle Interessierten ein, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten.

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Am 16.01.2018 von 17.00 – 19.00 Uhr

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Stadtteilrundgang:  Treff Cunnersdorfer Str. / Ecke Karl-Härting-Straße und anschließender Fragerunde im Jugendclub Sellerhausen

Püchauer Str. 04 (neben REWE)

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www.bv-sellerhausen.de

PDF-Download: 13. Sellerhäuser Gespräche

12. Sellerhäuser Gespräche am 07.06.2016

DSCF3137Mit der Veranstaltungsreihe „Sellerhäuser Gespräche“ möchte der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz den Dialog und den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und den Bürgern fördern.  Diesmal hatten sich Bürgermeister Heiko Rosenthal und Ordnungsamtschef Helmut Loris bereiterklärt, den Bürgern zu den Problemen der Sicherheit und der Ordnung im Stadtteil Rede und Antwort zu stehen. Mit knapp 30 Gästen war die Veranstaltung nicht so gut besucht wie erhofft, aber es tröstet uns, dass die meisten Menschen vermutlich mit ihrem Wohnumfeld zufrieden sind.

Gut vorbereitet und mit Folien präpariert führte BM Heike Rosenthal über die allgemeine Sicherheitslage in Leipzig zu den Zahlen in Sellerhausen-Stünz. Mit 128 gemeldeten Vorfällen (darunter auch Verstöße gegen die Leinenpflicht) wurde die Lage aber als „normal“ eingestuft.  Da die öffentliche Wahrnehmung gerade durch die vielen Kircheneinbrüche in den letzten Monaten bestimmt wurde und dies eigentlich nicht „normal“ ist, wurde uns eine erhöhte Streifentätigkeit zugesagt. Auch werden nun (allerdings unabhängig vom Sellerhäuser Gespräch) nach jahrelangen Stellenabbau wieder neue Stellen bei der Polizei bzw. beim Stadtordnungsdienst geschaffen.

Dass in der BeDSCF3133kämpfung der Ursachen der Beschaffungskriminalität der Schlüssel zur Eindämmung der Einbrüche liegt, ist unumstritten. Zu klären, wo der gerade liegt und wer in welche Richtung schließen darf, ist ein weiteres abendfüllendes Thema.

Viele Schandflecke im Stadtteil haben Ihre Ursache in ungeklärten Eigentumsverhältnisses oder des Phlegmas der Deutschen Bahn AG. Selbst mehrfache Aufforderungen der Stadt – wie z. B. in der Püchauer Straße beim Winterdienst – führen nicht zum gewünschten Erfolg. Wie soll man dann an den Eigentümer herantreten, wenn tatsächlich mal etwas passiert? Oft sind dies aber auch Einzeltaten von Problembürgern, die es geradezu als Aufforderung betrachten, nach dem Frühjahrsputz des Bürgervereins die geräumten Flächen wieder mit Müll zu überziehen. Hingewiesen wurde nochmals auf die Hotline des Ordnungsamtes, bei der jeder Bürger bei Problemen oder Hinweisen Gehör findet: 0341/123 88 88

Mit knapp 50 Papierkörben im Stadtteil wäre unser Stadtteil recht gut bestückt, so BM Heiko Rosenthal. Die 2-3 Ergänzungsvorschläge des Bürgervereins sollen dennoch geprüft werden.

Schwieriger gestDSCF3131altet sich wiederum die Lösung des Problems der illegalen Graffitis.
300.000,00 € gibt die Stadt jährlich für deren Reinigung und Beseitigung aus. Für eine effektive Strafverfolgung fehlen einfach die Ressourcen. Eine abschreckende Bestrafung der Täter erfolgt daher kaum. Seitens der Stadtverwaltung wird daher versucht, mit dem Graffitiverein und anderen Akteuren nach präventiven Konzepten zu suchen.

Fazit: Die Gäste erlebten eine konstruktive Diskussion mit einigen Hintergrundinformationen aus der Stadtverwaltung. Dabei wurde nichts beschönigt. Bei Problemen, die durch das Dezernat gelöst werden können, wurde zumindest eine Prüfung zugesagt.
ak.

12. Sellerhäuser Gespräche mit Bürgermeister Heiko Rosenthal

Sellerhäuser Gespräch

 

Als Bürgerverein haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Attraktivität unseres Stadtteiles zu steigern. Mit unseren über 70 Mitgliedern organisieren wir daher nicht nur kulturelle Ereignisse und Arbeitseinsätze zur Verschönerung unseres Stadtteiles, sondern nehmen auch die Anliegen und Probleme unserer Bürger auf und dringen bei den zuständigen Stellen auf eine Lösung.

 

Mit der Veranstaltungsreihe „Sellerhäuser Gespräche“ möchte der Bürgerverein den Dialog und den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und den Bürgern fördern.

 

Unser nunmehr 12. Sellerhäuser Gespräch soll sich den Themen Ordnung und Sicherheit im Stadtteil widmen. Dazu freuen wir uns, als Gäste Herrn Bürgermeister Heiko Rosenthal und den Leiter des Ordnungsamtes Herrn Helmut Loris begrüßen zu dürfen.

 

Die 12. Sellerhäuser Gespräche finden am 07.06.2016 um 19.00 Uhr im Club Sellerhausen in der Püchauer Straße 4 statt. Wir laden alle interessierten Bewohner unseres Stadtteiles dazu ein.  ak.

 

11. Sellerhäuser Gespräch – Impulse für unseren Stadteil

11. Sellerhäuser Gespräch

Wahlen in Sellerhausen-Stünz 2014

logo_bv_weissGleich zwei Mal wurde dieses Jahr gewählt und zweimal lud der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz die kandidierenden Politiker der in den jeweiligen Parlamenten vertretenen Parteien zu den Sellerhäuser Gesprächen ein. Während die Politiker unserer Einladung folgten, blieben viele Stühle im Saal des Club Sellerhausen leer. Die Leere setze sich an den Wahltagen auch in den Urnen fest.

Ob die Erklärung für diese Wahlmüdigkeit nun zwischen Desinteresse und Resignation zu finden ist, dem Wetter, der Uhrzeit oder dem Wahltermin geschuldet sind oder einfach nur daran liegt, dass die Menschen mit ihrem Umfeld wunschlos glücklich sind, entzieht sich dabei unserer Kenntnis.

Auf jeden Fall konnten die Bürger, die an den Wahlforen teilnahmen, engagierte Politiker erleben, denen man das auch abnimmt was sie sagen. Obwohl – oder gerade – weil sie noch nicht so im „Parteialltag“ aufgegangen und keine „Politprofis“ sind.

Nachfolgend ein kleiner Abris der beiden Veranstaltungen:

9. Sellerhäuser Gespräche am 15.05.2014 zur Kommunalwahl Leipzig

Um unsere Fragen rund um den Stadtteil und den Wahlkreis 2 zu beantworten, fanden sich
Herr Swen Kuthe (CDU), Frau Carola Lange (Linke), Herr Thomas Pohl (SPD), Herr Stephan Stach (Grüne) und Herr Rene Hobusch (FDP) ein.

Die Kandidaten nutzten kurz die Möglichkeit, sich vorzustellen und Ihre Projekte und Ziele für den Stadtteil zu erläutern. Schnell kristallisierten sich die Themen Bürgerbeteiligung und – freundlichkeit, Bildung, Aufwertung des Stadtteiles, insbesondere der Wurzner Straße und natürlich der Umgang mit der Stadtverwaltung als Hauptanliegen der Kandidaten und der beteiligten Bürger heraus.

Den Bürgervereinen soll, so der Wille der anwesenden Diskutanten, mehr Gewicht bei der Umsetzung der Bürgeranliegen zukommen. Auch soll die Einbindung der Bürger recht früh erfolgen – und nicht erst, wenn alle Pläne ausgeplant sind.

Kritisch wurde die Entscheidung der Stadtverwaltung gesehen, im Leipziger Norden zwei verfallene Schulgebäude zu sanieren um ein Gymnasium zu stationieren. Der Alleingang verstößt gegen die Beschlusslage des Stadtrates, der für ein neues Gymnasium im Leipziger Osten votiert hat. Neben Schulen sind auch Erholungs- und Grünflächen Standortfaktor für junge Familien.

Mit dem Stünzer Park haben wir ein Kleinod, welches es zu bewahren und zu entwickeln gilt. Der Mittlere Ring für diesen Bereich muss also eingestampft werden.

Bei vielen Anliegen waren die Grenzen zwischen den Parteien kaum wahrnehmbar. Wichtig seien die Interessen der Bürger des Leipziger Ostens. So wäre es auch denkbar, Anliegen der Bürger (wie die Entwicklung des Dorfplatzes Stünz) fraktionsübergreifend in den Stadtrat zu bringen.

Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten die Kandiaten vom Bürgerverein noch eine Wunschliste:
– Deckensanierung Leonhard-Frank-Straße
– Umgestaltung Dorfplatz Stünz
– Aufwertung der Wurzner Straße
– Notenradkletterorchester im Volkshain Stünz
– Entschlammung des Teiches im Volkshain Stünz
– Kein Mittlerer Ring durch den Volkshain Stünz

Geschafft in den Stadtrat haben es am Ende Swen Kuthe, Carola Lange und Herr Rene Hobusch. Dazu unseren Glückwunsch und viel Kraft bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben.

Da das Wahlsystem in der Stadt Leipzig etwas kompliziert ist, hat das Wahlergebnis am Ende dazu geführt, dass unser Wahlkreis nur noch mit 4 Abgeordneten vertreten ist. Ein Abgeordneter vertritt hier 10.000 Bürger, in anderen Stadtteilen lediglich 5.000. Dieses Ungleichgewicht wurde vom Bürgerverein beim Amt für Wahlen und Statistik hinterfragt und von dort gemäß aufgeführter Korrespondenz begründet.

10. Sellerhäuser Gespräche am 14.08.2014 zur Landtagswahl Sachsen

Auch zu dieser Diskussionsveranstaltung durften wir die Wahlkreiskandidaten fast aller Parteien des sächsischen Landtages im Wahlkreis 27 begrüßen. Dies waren Frau Sophie Dieckmann von der Linken, Herr Ronald Pohle von der CDU, Herr Sebastian Walter von der SPD und Herr Rene Hobusch von der FDP.

Der Gewinner des Wahlkreises sollte der Kandidat sein, der die meisten der abgegebenen Erststimmen erhält. Egal wie dann das Verhältnis der Zweitstimmen aussieht.

Da unser Wahlkreis ebenso die Stadtteile Anger-Crottendorf, Althen-Kleinpösna, Baalsdorf, Engelsdorf, Heiterblick, Holzhausen, Mölkau, Paunsdorf und Stötteritz umfasst ist es schwer, von einer homogenen Gemengelage zu reden. Zu unterschiedlich sind die Probleme und Bedürfnisse in den eher ländlichen Bereichen, den Plattenbausiedlungen, den Wohnlagen der Gründerzeit und den neu entstandenen Wohnsiedlungen in den Randlagen der Stadt. So fiel es den Diskutanten auch schwer, Reibungspunkte zu setzten, mit denen man sich von den anderen Kandidaten abheben konnte.

Selbst die Schwerpunkte des Landtagswahlkampfes, in denen die Linke die CDU in Sachen Bildungspolitik und Innerer Sicherheit aufgrund deren Einsparungsmaßnahmen vor sich her trieb, waren rasch ausdiskutiert. Rot-Rot-Grüne Gedankenspiele konnten seitens der Kandidaten auch nicht bewertet werden, da diese offensichtlich gar nicht gespielt wurden.

Etwas lauter und emotionaler wurde es lediglich bei der Frage, ob man denn Waffenexporten zum Schutz der notleidenden Bevölkerung zustimmen kann.

Am Ende des Wahlkampfes wurde das Engagement aller Kandidaten zumindest damit belohnt, dass sie mehr Erststimmen erhielten, als Ihre Partei Zweitstimmen.

Der Sieger im Wahlkreis hieß am Ende Ronald Pohle, der das bei der letzten Abstimmung gewonnene Mandat verteidigte und dabei sogar 1.500 Wählerstimmen mehr sammeln konnte als 2009. Auch ihm gebührt unser Glückwunsch verbunden mit der Hoffnung, dass er in Dresden alles im Blick behält.

10. Sellerhäuser Gespräch am 14.08.2012- Wahlforum zur Landtagswahl

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8. Sellerhäuser Gespräch am 24.01.2012- Wahlforum zur OBM Wahl Leipzig

SHG 8 OBM WahlMit den Sellerhäuser Gesprächen bemüht sich der Bürgerverein die Menschen aus dem Stadtteil zu aktuellen Themen zu informieren. Dazu laden wir uns Gäste aus Politik, Verwaltung und dem öffentlichen Leben ein.

Zu unserer Veranstaltung am 24.01.2013 im Club Sellerhausen stellten sich  Frau Barbara Höll (Die Linke), Herr Horst Wawrzynski (CDU), Herr Rene Hobusch (FDP) und Herr Dirk Feiertag (Freier Kandidat) den Fragen der fast 80 Bürger.

Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden des Bürgervereins Axel Kalteich. Er konfrontierte das Podium gleich zu Beginn mit einem der Hauptprobleme des Stadtteils: Ordnung und Sicherheit im Wohngebiet. Leider ließen es die Kandidaten aus, konkrete Vorschläge zu unterbreiten,  wie beispielsweise die Beschaffungskriminalität einzudämmen ist. Die Ausführungen behandelten  vielmehr  Grundsatzfragen der Drogenpolitik. Spannender verlief die Diskussion zur Frage der Daseinsvorsorge für die Bürger. Diese  zeigte, dass die Privatisierungsdebatte in Leipzig weiter schwellt und bestimmt auch in den nächsten Jahren immer wieder auf der Tagesordnung steht.

SHG 8 OBM Wahl (8)Bei der Bildungspolitik waren sich die Kandidaten  jedoch wieder einig, dass ein gutes und ausgewogenes Bildungsangebot Grundlage einer guten sozialen Durchmischung der Stadtteile mit gleichen Chancen für alle ist. Stadtrat Holger Gasse wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Verwaltung und der Bildungsbürgermeister den Stadtratsbeschluss zur Einrichtung eines weiteren Gymnasiums im Leipziger Osten übergangen haben und momentan nur mit überschaubarem Eifer auf Stadtortsuche sind.

Leider blieb für viel mehr Fragenkomplexe  keine Zeit, da die Kandidaten rasch zur nächsten Wahlveranstaltung mussten.

Bereut haben  unsere geladenen Gäste  ihr Kommen zu unserem Sellerhäuser Gespräch  sicher nicht, denn in Sellerhausen-Stünz konnten die Teilnehmer  zum Wahlsonntag  vergleichsweise gute Ergebnisse erzielen, während dessen die fehlenden  Kandidaten deutlich darunter lagen.

Das Interesse an der Wahl zeigte sich an einer  für Kommunalwahl guten Wahlbeteiligung von 42 %.

7. Sellerhäuser Gespräch: “Holzweg Mittlerer Ring” – Bericht

Kommt er 2012, 2015 oder 2020? Wie ist die Streckenführung? Oder kommt er gar nicht?

Am 12. Mai 2011 fand am Teich im Volkshain Stünz das 7. Sellerhäuser Gespräch des Bügerverein Sellerhausen-Stünz statt. Thema war der immer noch geplante “Mittlere Ring Ost/Südost“. Lesen Sie zu dem Thema auch den Artikel in unserer Sellerhäuser Depesche. PDF Download:  6. Sellerhäuser Depesche

Bericht:

Der „Mittlere Ring“ soll nicht kommen! Das war das Ergebnis des 7. Sellerhäuser Gespräches am 12. Mai 2011. Ca. 80 interessierte Bürger diskutierten mit den Stadt- bzw. Stadtbezirksbeiräten und unserem Gast Frau Inge Kunath (Amt für Stadtgrün und Gewässer).

Ob dies gelingt, bleibt jedoch weiterhin offen. Die betreffenden Entscheidungsträger der Stadtverwaltung wollen sich dazu nicht festlegen lassen. So z.B. ließ uns das Verkehrs- und Tiefbauamt bereits vor dem Gespräch schriftlich wissen, dass es sich erst mit uns zusammen setzen wird, wenn eine Entscheidung heran gereift ist. Weiterhin wurden unsere Einladungen an die SPD-Fraktion und die FDP-Fraktionen nicht beantwortet.

Der Vorsitzende des Bürgervereins führte zunächst in die Thematik ein. Anschließend stellte der Stadtrat Holger Gasse (CDU) die drei Varianten vor. Stadträtin Frau Carola Lange (Linke) warf daraufhin die Frage auf, ob ein derartiges Vorhaben überhaupt noch nötig sei. Auch Herr Stephan Stach (Stadtbezirksbeirat Grüne) meint, dass seine Partei den weiteren Ausbau des Mittleren Ringes Südost nicht unterstützt. Frau Inge Kunath konnte bestätigen, dass in ihrem Amt momentan keine weiteren Untersuchungen zu den Trassenvarianten laufen. Ihr Amt gibt zwar eine fachliche Stellungnahme, ist aber nicht befugt Entscheidungen zu bremsen.

Im weiteren Gespräch warf ein Bürger die Frage auf: „Woher soll das Geld kommen? Es reicht jetzt schon nicht für die Straßenunterhaltung. Nach der Verwirklichung des Projektes müssen noch mehr Straßen unterhalten werden.“ Der Bürgerverein führte eine eigene Verkehrszählungen. Diese ergab eine maximale Belebung von 12.000 Autos am Tag. Das entspricht nicht einmal der Hälfte, der von der Stadtverwaltung „errechneten“ Werte für 2015. Von der Bürgerinitiative „Mittlerer Ring Ost/Südost – CONTRA Bahnvariante“ kam der Hinweis, dass die Trasse zudem vierspurig sein muss, um Fördermittel zu erhalten. Die erforderlichen Mindestbreiten nach RAS-Q (Richtlinie für den Ausbau von Straßen) liegen bei dem von der Stadt prognostizierten Verkehr von 25.000-32.000 Autos pro Tag bei 26,00 m (RQ 26). Hinzu kommen laut Vorschriften der Bahn noch 8,90 m Entfernung zu den Gleisen. Bei einer Trassenhöhe von ca. 5 m und einer Böschungsneigung von 1 : 1,5 ist der Damm am Fuß über 40 m breit. Was bleibt da vom Umfeld übrig?

Vertreter der Bürgerinitiative „Mittlerer Ring Südost Mölkau/Stötteritz“ gaben zu bedenken, dass auch der jetzige Zustand für viele Menschen eine Belastung darstellt. Einigkeit herrschte aber in der Frage, dass ein weiterer Aufschub der Entscheidung nach 2012 nicht hinnehmbar ist.

Ergebnis des 7. Sellerhäuser Gespräches:

Der Bürgerverein Sellerhausen–Stünz stellt eine Bürgeranfrage an den Stadtrat und fordert die aktuellen Verkehrszahlen ab. Weichen diese stark von den Ursprungsannahmen ab, werden wir einen Antrag auf Aufhebung des Planfeststellungsverfahrens stellen.

Frau Inge Kunath bat um Informationen, welche Hinweise und Anregungen sie als Amtsleiterin in ihrem Amt durchsetzen sollte. Genannt wurden die Laubbeseitigung im Park, die Errichtung eines Spielplatzes. Frau Kunath versprach sich darum zu kümmern. Auch so kann die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Verwaltung funktionieren!

Fotos:

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BV Sellerhausen Stünz

Herzlich Willkommen auf der Webseite des Bürgerverein Sellerhausen-Stünz. Wir Informieren hier über Aktivitäten des Bürgervereins.

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